EUDI Wallet und eIDAS 2.0

Die Europäische Union steht kurz vor der Einführung der EUDI Wallet, ein Framework für vertrauenswürdige digitale Identitäten, die bald in allen Mitgliedsstaaten verpflichtend sein wird. Für Banken handelt es sich dabei nicht nur um eine weitere Compliance-Anforderung, sondern um einen grundlegenden Wandel der Art und Weise, wie Kunden sich authentifizieren, Transaktionen durchführen und Daten teilen werden. Wer sich rechtzeitig vorbereitet, reduziert regulatorische Risiken, kann Abläufe optimieren und neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen, während Nachzügler Gefahr laufen, den Anschluss zu verlieren.

In 2024 hat die Europäische Union eIDAS 2.0, eine überarbeitete Verordnung für elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste, verabschiedet. Sie verändert die regulatorische Landschaft für digitale Identitäten und Vertrauensdienste in Europa grundlegend. eIDAS 2.0 ist offiziell im Mai 2024 in Kraft getreten und markiert damit einen wichtigen Meilenstein der digitalen Agenda der EU. Das übergeordnete Ziel von eIDAS 2.0 ist es, jedem EU-Bürger und Unternehmen die Möglichkeit zu geben, sich sicher online zu identifizieren und verifizierte Nachweise zu teilen, wodurch ein nahtloser digitaler Binnenmarkt gefördert wird.

Im Mittelpunkt dieser Transformation steht die EU Digital Identity Wallet (EUDI Wallet), eine sichere, benutzerorientierte Lösung für die Verwaltung digitaler Nachweise und für vertrauenswürdige Transaktionen in der gesamten EU. Bis Dezember 2026 muss jeder EU-Mitgliedstaat mindestens eine EUDI Wallet zur Verfügung stellen, um einen breiten Zugang für Bürger und Unternehmen zu gewährleisten. Darüber hinaus müssen bis Dezember 2027 öffentliche Institutionen und regulierte private Unternehmen, einschließlich Banken und Finanzdienstleister, die EUDI Wallet für Identifizierungs- und Authentifizierungszwecke akzeptieren.

Die EUDI Wallet ist für eine Vielzahl von Anwendungsfällen konzipiert, wie den Zugang zu staatlichen Dienstleistungen, die Eröffnung von Bankkonten, die Durchführung von Zahlungen und das digitale Unterzeichnen von Dokumenten. Das Ökosystem soll mit einer für das vierte Quartal 2025 erwarteten Änderung der Verordnung weiter ausgebaut werden, mit der eine spezielle EU Business Wallet (EUBW) für Organisationsnachweise eingeführt wird. Die EUBW wird den Umfang und Nutzen des EUDI Wallet-Ökosystems weiter ausbauen.

eIDAS 2.0 und EUDI Wallet

Banken und Finanzdienstleister werden gesetzlich verpflichtet, die EUDI Wallet bis spätestens 2027 für zentrale Prozesse zu akzeptieren, darunter Kunden-Onboarding (KYC/KYB), Zahlungsabwicklung (mit starker Kundenauthentifizierung, SCA) und digitale Signaturen. Diese Verpflichtung ist nicht nur eine Compliance-Anforderung, sondern dient auch als Katalysator für Innovation und operative Effizienz im Finanzsektor.

KYC und KYB im Kunden-Onboarding

Mit der EUDI Wallet werden „Know Your Customer“ (KYC) und „Know Your Business“ (KYB) Prozesse optimiert, indem sie den sicheren, standardisierten Austausch verifizierter digitaler Nachweise ermöglicht. Kunden können Bankkonten online eröffnen und dabei mit dem EUDI Wallet nur die notwendigen Informationen mit ausdrücklicher Zustimmung und minimalem Aufwand teilen. Dieser Ansatz senkt die Onboarding-Kosten, verbessert die Datenqualität und steigert das Kundenerlebnis insgesamt.

Zahlungen und starke Kundenauthentifizierung (SCA)

Für die Zahlungsabwicklung bietet die EUDI Wallet eine einheitliche, höchst zuverlässige Authentifizierungsmethode. Banken müssen auf Wunsch des Zahlenden die starke Kundenauthentifizierung über das EUDI Wallet ermöglichen, sowohl für kartenbasierte als auch kontobasierte Transaktionen. Dies erfüllt nicht nur die regulatorischen Anforderungen nach (voraussichtlich) PSD3 und eIDAS 2.0, sondern reduziert auch Betrugsrisiken und ermöglicht innovative Zahlungserlebnisse wie „Express Checkout“.

Digitale Signaturen und Zustimmungs-Verwaltung (Consent Management)

Die EUDI Wallet unterstützt rechtsverbindliche digitale Signaturen und ein robustes Consent-Management. Es erlaubt Kunden, die Weitergabe von Daten und Transaktionen mit vollständiger Transparenz und Kontrolle zu autorisieren. Diese Funktionen sind besonders relevant für Darlehensverträge, Kontoführung und andere wertvolle (Kunden-)Interaktionen.

Die EUDI Wallet bietet Finanzinstituten erheblichen Nutzen, darunter vollständig digitalisierte, automatisierte Onboarding- und Service-Prozesse. Sie erhöht die Sicherheit, reduziert Betrugsrisiken und optimiert die Einhaltung von Vorschriften gemäß eIDAS 2.0, PSD3/PSR und AML. Darüber hinaus ermöglicht die EUDI Wallet die Entwicklung neuer, identitätsgestützter Dienstleistungen und Geschäftsmodelle und verschafft Frühanwendern damit einen Wettbewerbsvorteil.

Chancen für Banken

Die Umstellung auf die EUDI Wallet kommt jedoch nicht ohne Herausforderungen. Finanzinstitute müssen sich mit sich weiterentwickelnden technischen Standards auseinandersetzen, sich in potenziell über 27 verschiedene nationale Wallets integrieren und sich überschneidenden Vorschriften wie eIDAS 2.0, PSD2/3 und AML bedienen.

Um sich auf die EUDI Wallet vorzubereiten und ihr Potential optimal zu nutzen, sollten Finanzinstitute einen strategischen, mehrseitigen Ansatz verfolgen:

strategischer, mehrseitiger Ansatz

1. Marktpositionierung und Innovation von Geschäftsmodellen

Finanzinstitute sollten neue Geschäftsmodelle prüfen, die verifizierte digitale Identitäten nutzen, wie z.B. Sofortkredite, grenzüberschreitende Kontoeröffnungen und personalisierte Finanzdienstleistungen. Eine frühzeitige Einführung positioniert Banken und Finanzdienstleister als vertrauenswürdige Innovatoren und verschafft ihnen Wettbewerbsvorteile.

2. Technische und operative Bereitschaft

Institute sollten die Unterstützung der EUDI Wallet in Onboarding-, Authentifizierungs- und Zahlungsprozesse integrieren, um ein nahtloses Kundenerlebnis über alle Kanäle hinweg zu gewährleisten. Die Optimierung der Ressourcen durch eine klare Definition von Rollen und Verantwortlichkeiten, die Vermeidung doppelter Investitionen und die Anpassung an sich weiterentwickelnde technische Rahmenbedingungen wird einen reibungslosen Übergang zusätzlich unterstützen.

3. Compliance und Risikomanagement

Der Abgleich bestehender KYC/AML-Prozesse mit den Anforderungen der EUDI Wallet ist entscheidend, um Überschneidungen und Lücken zu identifizieren. Rechts- und Kundenkommunikationsrahmen sollten aktualisiert werden, um neue Einwilligungs-, Datenschutz- und Authentifizierungsmechanismen widerzuspiegeln. Eine kontinuierliche Beobachtung regulatorischer Entwicklungen, z. B. der bevorstehenden Änderung für das EUBW, PSD3 und AML, trägt dazu bei, Compliance und Interoperabilität sicherzustellen.

4. Kundenschulung und Support

Die Entwicklung umfassender Kundenschulungsprogramme ist entscheidend, um die Einführung der EUDI Wallet voranzutreiben und Vertrauen aufzubauen. Die Aktualisierung der Kundensupport-Kanäle sowie Schulungen des Personals stellen sicher, dass Wallet-bezogene Anfragen und Probleme effektiv bearbeitet werden.

Thede Consulting als Teil der Projective Group unterstützt Finanzinstitute beim Übergang zu eIDAS 2.0 und dabei die Chancen digitaler Identitäten wie der EUDI Wallet optimal zu nutzen.

Gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln wir eine Strategie, die sowohl das geschäftliche Potenzial der EUDI Wallet als auch deren regulatorische Anforderungen berücksichtigt. Für unsere Kunden definieren wir eine klare Marktpositionierung und verankern Zukunftsthemen frühzeitig in deren Organisation. Dabei verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz, der von der Strategie bis zur Umsetzung reicht und eine nachhaltige Differenzierung im Wettbewerb ermöglicht.

Starten Sie jetzt vorbereitet in die EUDI-Wallet-Ära und machen Sie Ihr Unternehmen gemeinsam mit uns zukunftssicher.

Haben Sie weitere Fragen zur EUDI Wallet und den Auswirkungen auf Ihre Organisation? Gerne stehen Ihnen unsere Experten für weitere Informationen zur Verfügung.

Lesen Sie dazu auch unseren neuesten Beitrag bei The Paypers.

Dr. Carlos Nasher

Simon Wallner

Workshop NextGen Payments: Revolution oder Evolution bis 2030?

Entdecken Sie in unserem Workshop die Trends der Zukunft. Wir zeigen Ihnen, wie sich die Zukunftstreiber aus Digitalisierung, Regulation & Cyber Security auf Ihre Geschäftsmodelle auswirken und erarbeiten mit Ihnen individuelle Lösungsansätze.

Zahlungsverkehr ist konstanten Veränderungen unterworfen, die sich in der letzten Zeit nochmals beschleunigt haben. Sie zeigen sich in den Zukunftstreibern Digitalisierung, Regulation und CyberSecurity. Als Bank und Finanzdienstleister ist es jetzt entscheidend, vorauszudenken und sich auf die Zukunft vorzubereiten. Welchen Einfluss haben diese Zukunftstreiber auf Ihr Geschäftsmodell?

Unser exklusiver Workshop “Next Gen Payments” ist individuell auf Ihr Unternehmen und Ihre Herausforderungen zugeschnitten. Wir erkunden gemeinsam die Zukunftstreiber und analysieren deren Auswirkungen auf Ihr Unternehmen. Unsere Experten führen Sie durch die neuesten Trends und zeigen Ihnen, wie Sie sich optimal positionieren können.

  • Aufzeigen der aktuellen Trends und relevanten Entwicklungen für Ihr Haus
  • Bewertung von Wirtschaftlichkeit, Chancen und Risiken
  • Ableitung einer individuellen strategischen Roadmap zur Weiterentwicklung Ihrer Geschäftsmodelle
  • Impulsvortrag „Payment im Spannungsfeld von Regulation, Digitalisierung und Cyber Security“ von unseren Experten
  • Gemeinsame Auswirkungsanalyse auf Ihre aktuellen Geschäftsmodelle
  • Ableitung strategischer und operativer Maßnahmen sowie Aufzeigen der relevanten Handlungsfelder

Wir freuen uns, Sie bei der Ausgestaltung des Payments von morgen zu unterstützen und Sie dafür zukunftsfähig zu machen.

Andre
Standke

Jens
Hegeler

Dr. Carlos
Nasher

Eike
Maybaum

TC-Whitepaper “Payments im Wandel: Wohin geht die Reise?”

Die Payment-Branche steht vor gewaltigen Veränderungen. Die Treiber Digitalisierung, Regulierung und Cyber Security machen die Lage in der Payment Branche noch unübersichtlicher und verstärken die Unsicherheit über die unmittelbare Zukunft. In unserem neuesten Whitepaper beleuchten wir die aktuellen Trends in der Payment Branche und zeigen fünf Zukunftsszenarien für die Payment-Landschaft von morgen auf.

Die drei Zukunftstreiber im Payment

Während Bargeld langsam, aber sicher seine dominante Rolle verliert, könnten Neuerungen wie der digitale Euro, Embedded-Finance-Angebote und europäische Initiativen wie Wero den Markt grundlegend verändern. Das stellt etablierte Geschäftsmodelle der Payment Provider infrage, bietet aber auch Chancen, wenn sie sich rechtzeitig an der Entwicklung beteiligen.

Als wäre das nicht schon aufregend genug, kommt auch noch ein ganzes Regulierungspaket in den kommenden zwei Jahren auf alle Akteure des Finanzsystems zu. PSD3/PSR und DORA werden alle die Arbeit im Payment- und Banking-Bereich nachhaltig verändern. Dazu wird auch noch FIDA diskutiert, ob diese Regulierung kommt, und falls ja, in welcher Form ist allerdings noch unklar.

So anstrengend es sein mag, sich an all die neuen Vorgaben und Berichtspflichten anzupassen: Auch hier schlummern große Chancen. Daten werden deutlich einfacher zugänglich, für alle Akteure. In Kombination mit dem weiter verbreiteten KI-Einsatz können Kund:innen dann bald auf so personalisierte und präzise Angebote hoffen wie nie zuvor. Cyber Security wird so wichtig wie noch nie. Natürlich ist längst nicht ausgemacht, dass all das genauso eintritt und sich jede Hoffnung bestätigt. Aber genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um sich auf eine Vielzahl möglicher Szenarien vorzubereiten, die in Zukunft kommen können.

Unser Whitepaper (unten zum Download verfügbar) soll für mehr Klarheit sorgen, in welche Richtung sich das Payment entwickeln wird und wie sich Unternehmen auf diese Ereignisse und Entwicklungen am besten einstellen. Welche Trends werden sich durchsetzen? Gibt es überhaupt einen einzelnen Treiber, der am Ende die Oberhand gewinnt? Diese Frage beantworten wir am Ende mit einer Reihe von denkbaren Szenarien für die Payment-Welt von morgen und übermorgen.

Was bedeutet das konkret für mein Unternehmen?

Entdecken Sie in unserem exklusiven Workshop „NextGen Payments: Revolution oder Evolution bis 2030?“ wie sich die Zukunftstreiber Digitalisierung, Cyber Security und Regulation auf Ihre Geschäftsmodelle auswirken und wie Sie Ihr Unternehmen zukunftssicher machen können. Lassen Sie uns in den gemeinsamen Austausch gehen. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Dr. Carlos Nasher

Sophia Kühner

Europas Payment-Zukunft: Zwischen Souveränität und Fragmentierung

Die europäische Zahlungslandschaft durchläuft einen grundlegenden Wandel. Neue EU-Initiativen, verschärfte Regulierung und technologische Innovationen erfordern von Unternehmen eine Neubewertung ihrer Payment-Strategien.

Über 240 Milliarden Euro werden in Europa täglich digital bewegt. Während etablierte nicht-europäische Marktakteure (Visa/Mastercard, PayPal) Marktanteile sowie Abhängigkeiten kontinuierlich ausbauen, ringt Europa um digitale Souveränität im Zahlungsverkehr. Das Ergebnis: ein Flickenteppich aus nationalen Lösungen, EU-Initiativen und neuen Regulierungen mit unmittelbaren Konsequenzen für jedes Unternehmen im Payment-Ökosystem.

Die privatwirtschaftliche europäische Initiative EPI/Wero hat durch die Zusage der österreichischen Banken wie auch der Unterzeichnung eines MoU mit führenden nationalen mobilen Zahlungssystemen in den letzten Monaten deutlich an Dynamik gewonnen. Parallel forciert die Europäische Zentralbank gemeinsam mit der EU-Kommission den digitalen Euro als Ergänzung zum Bargeld – Pilotphase ab 2027, geplante Einführung 2029.

Für Unternehmen bedeutet der digitale Euro als gesetzliches Zahlungsmittel: Akzeptanzpflicht bei erheblichen Investitionskosten. Kritiker monieren den fraglichen Mehrwert bei gleichzeitiger Monopolgefahr und Desintermediation. Gleichzeitig eröffnen sich mögliche Chancen zur Senkung von Transaktionskosten für den Handel.

Die dritte Zahlungsdienstleisterrichtlinie (PSD3) setzt neue Standards: strengere Authentifizierung, erweiterte Open-Banking-Verpflichtungen, höherer Compliance-Aufwand. Doch hinter den regulatorischen Anforderungen verbergen sich Geschäftschancen.

Die European Digital Identity Wallet illustriert diese Ambivalenz. Als regulatorisches Projekt gestartet, ermöglicht sie durch die Verschmelzung von Identitätsprüfung und Zahlung neue Geschäftsmodelle – von automatisierter Altersverifikation bis zu nahtlosen B2B-Transaktionen.

Zudem gewinnen Euro-Stablecoins nach der MiCA-Verordnung regulatorische Klarheit und verbinden traditionellen Zahlungsverkehr mit tokenisierten Ökosystemen. Parallel entwickelt sich Agentic Commerce: KI-gesteuerte Agenten benötigen neue Infrastrukturen.

„Unternehmen sollten nicht einzelne Trends isoliert bewerten, sondern ein konsistentes Zielbild basierend auf die jeweilige Marktpositionierung entwickeln”, betont Andre Standke, Managing Partner.

  1. Technologische Orchestrierung: Intelligente Payment-Plattformen integrieren verschiedene Zahlungssysteme nahtlos. Modulare Architekturen ermöglichen die flexible Einbindung neuer Zahlungsformen.
  2. Payment-Experience im Fokus: Im Zentrum steht das Kundenerlebnis – reibungslos, sicher, kontextgerecht. EUDI-Wallet-Integration oder intelligente Vorauswahl schaffen messbare Wettbewerbsvorteile.
  3. KI-getriebene Intelligenz: Datenhoheit und -zugriff sowie Besetzung der Datenschnittstelle als kritischer Erfolgsfaktor, um Zahlungsrouting und Betrugserkennung zu optimieren. Zusätzlich werden autonome Agenten Transaktionen vorausschauend initiieren.

Die Konsequenz: Orchestrierung wird zur Kernkompetenz. Die zentrale Herausforderung liegt nicht in einzelnen Technologien, sondern in deren intelligenter Vernetzung. Zukunftsfähige Banken und Unternehmen setzen klassische Verfahren, Instant Payments, digitale Währungen und Stablecoins je nach Use Case gezielt ein.

Jetzt entdecken: Unser Payment 360° Workshop

Dieser Artikel ist erstmalig in der Ausgabe des Handelsblatt Journal „Branchenguide Beratung für Unternehmen“ erschienen und hier einsehbar: Link

Andre Standke

Jens Hegeler

Handelsblatt Retail Banking 2026

Retail Banking 2030: Warum Ökosysteme gewinnen und Stablecoins das Spiel revolutionieren

Die Spielregeln im Retail Banking verändern sich fundamental. Was über Jahrzehnte ein stabiles Geschäftsmodell bei Konten, Zahlungsverkehr, Karten und Finanzierungen war, steht vor einer disruptiven Verschiebung. Bis 2030 wird sich die Wertschöpfung im Bankgeschäft nicht mehr primär über Produkte definieren, sondern über die Fähigkeit, sich in digitale Ökosysteme einzubetten oder selbst diese bereitzustellen. Gleichzeitig gewinnen neue Technologien wie Künstliche Intelligenz und insbesondere Stablecoins massiv an Bedeutung – mit potenziell disruptiven Auswirkungen auf die bestehenden Erlösströme. Wie passen in dieses Bild die aktuellen europäischen Initiativen von Wero, EUDI-Wallet sowie dem digitalen Euro und welche Weichen für die Zukunft sind jetzt zu stellen?

Klassische Bankprodukte verlieren zunehmend an Differenzierungskraft. Zahlungsverkehr, Girokonten, Karten oder Konsumentenkredite werden durch regulatorische Initiativen, steigende Transparenz und technologische Innovationen immer austauschbarer. Instant Payments, Account-to-Account-Verfahren (A2A) und vor allem die Entwicklung bei den Stablecoins beschleunigen dies.

Parallel dazu verändert sich die Kundeninteraktion grundlegend. Banking wird „unsichtbar“. Finanzdienstleistungen werden nicht mehr aktiv nachgefragt, sondern im Hintergrund von Plattformen und Anwendungen bereitgestellt – integriert in E-Commerce, Mobilität, digitale Identitäten oder Wallets.

Die Folge: Die direkte Kundenbeziehung wandert zunehmend von der Bank hin zu Plattformen.

Das Banking findet künftig nicht mehr in der Filiale oder auf dem Kontoauszug statt – sondern am Point of Sale, in Wallets und im E-Commerce-Checkout. Die Infrastruktur für diese neuen Ökosysteme entsteht gerade.

Wero hat mit der Absichtserklärung von EPI und EuroPA im Februar 2026 einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht: Ab 2027 können rund 130 Millionen Nutzer in 13 europäischen Ländern grenzüberschreitend zahlen – P2P, E-Commerce und POS unter einem Dach. Die EUDI Wallet bereitet den Weg für die digitale Identität, die Finanzdienstleistungen personalisierbar und kontext-sensitiv macht. Die EZB treibt mit dem digitalen Euro trotz politischem Gegenwind und offenen Fragen zum Kundennutzen den Aufbau einer öffentlich-privaten Akzeptanzinfrastruktur voran.

Im Zusammenspiel haben diese drei Initiativen das Potenzial, die Grundlage für ein Wallet- und identitätsbasiertes Ökosystem in Europa zu schaffen, aber nicht, wenn diese Initiativen im Wettbewerb zueinanderstehen.

Während Europa mit Wero und dem digitalen Euro eine souveräne Zahlungsinfrastruktur aufbaut, entsteht parallel ein globales, privatwirtschaftlich getriebenes Finanzsystem auf Blockchain-Basis.

Ein prominentes Beispiel ist Circle, Herausgeber des USDC-Stablecoins. Circle verfolgt die Vision eines „Internet Financial System“ – einer Finanzinfrastruktur, die so funktioniert wie das Internet selbst: global, in Echtzeit und programmierbar.

Stablecoins ermöglichen:

  • Echtzeit-Zahlungen weltweit (24/7)
  • Niedrige Kosten ohne klassische Intermediäre
  • Direkte Abwicklung (Settlement) in Sekunden
  • Programmierung von Geld über Smart Contracts

Damit greifen sie zentrale Ertragsquellen von Banken insbesondere im Zahlungsverkehr und im internationalen Transfergeschäft an.

Das Spiel hat begonnen, wer wird gewinnen?

  • Regulierte Stabilität in Europa vs. globale technologische Geschwindigkeit
  • Öffentliche Infrastruktur vs. privatwirtschaftliche Innovationen

In diesem neuen System entstehen klare, aber komplementäre Rollen:

  • Banken bleiben Vertrauensanker. Sie stellen Infrastruktur, regulatorische Sicherheit, Zahlungsverkehr sowie Risiko- und Bilanzkapazitäten bereit. Gerade in Europa ist dieses Vertrauen ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.
  • Broker demokratisieren den Zugang zu Kapitalmärkten. Sie skalieren Investmentangebote und senken Eintrittsbarrieren für Retailkunden.
  • Fintechs treiben Innovation im Kundenerlebnis. Sie setzen auf datengetriebene Beratung, Automatisierung und intuitive Interfaces.

Wertschöpfung entsteht jedoch nicht mehr isoliert in diesen Rollen, sondern durch deren Integration in Plattformen und Ökosysteme:

  • Integration von Investmentlösungen in Wallets und Alltags-Apps
  • Kontextbasierte Spar- und Anlageprodukte, etwa am Point of Sale
  • Identitätsgestützte Onboarding- und Beratungsprozesse via EUDI Wallet
  • API-basierte Distribution von Vorsorge- und Anlageprodukten
  • Datengetriebene Personalisierung entlang der Customer Journey

Die Wertschöpfung verlagert sich von der Produktmarge hin zur Orchestrierung von Finanzdienstleistungen innerhalb digitaler Ökosysteme. Wer das als Einzellösung angeht, hat die Logik nicht verstanden. Orchestrierung schlägt Einzellösungen – heute mehr denn je.

Künstliche Intelligenz ist auch im Banking angekommen. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wo der größte Hebel liegt. Unsere Einschätzung für 2026 ist klar:

Die größte Wirkung liegt auf der Effizienzseite: KYC, AML, Kreditentscheidungen, Betrugsprävention, Backoffice-Abläufe – im transaktionsintensiven Retail Banking sind hier erhebliche Kostenpotenziale.

Parallel verbessert KI bereits heute das Kundenerlebnis durch personalisierte Empfehlungen, proaktive Liquiditätsprognosen und KI-gestützte Assistenzsysteme. Diese Anwendungen stärken zwar die Kundenbindung, bleiben aber meist innerhalb bestehender Geschäftsmodelle.

Der größte strukturelle Hebel liegt langfristig woanders, und zwar in neuen KI-basierten Geschäftsmodellen – etwa im Kontext von Embedded Finance oder Agentic Banking, bei dem autonome Systeme Finanzentscheidungen im Kundenauftrag vorbereiten oder ausführen. Die EUDI Wallet kann solche Modelle durch automatisierte Identitäts- und Autorisierungsprozesse zusätzlich beschleunigen.

Banken, die KI konsequent zur Effizienzsteigerung einsetzen, schaffen damit die notwendige Kosten- und Datenbasis, um in einem nächsten Schritt auch Kundenerlebnis und Geschäftsmodell nachhaltig zu transformieren. Aber: Wer die Effizienz-Hausaufgaben nicht macht, hat keine Datenbasis für diesen nächsten Schritt. KI ist keine Technologie, die man einfach aufsetzt. Sie verändert die gesamte Organisation, ihrer Prozesse, Strukturen und IT-Plattformen. Nur wenn alle Puzzleteile sinnvoll ineinandergreifen und die gesamte Organisation einbezogen wird, kann KI ihre volle Wirkung entfalten.

Die eigentliche Disruption der Banken liegt nicht darin, dass neue Player einzelne Produkte angreifen, sondern darin, dass sie:

  • die Kundenschnittstelle übernehmen (Wallets)

  • die Transaktionsinfrastruktur kontrollieren (Stablecoins, A2A)

  • und damit die Wertschöpfung verschieben

Wenn Zahlungsverkehr, Identität und Assets außerhalb des klassischen Bankensystems orchestriert werden, reduziert sich die Rolle der Banken auf Infrastruktur und Bilanz. Der Wandel wartet nicht. Banken, die strategisch erfolgreich sein wollen, müssen jetzt handeln.

1. Klare Positionierung im Wallet-Ökosystem – nicht in allen Rollen gleichzeitig, sondern mit klarer Entscheidung, wo echter Mehrwert entsteht.

2. Aufbau von Identity- und Embedded-Finance-Fähigkeiten – Technologie als Mittel, nicht als Selbstzweck.

3. API-fähige Services – Entkopplung von Produkt und Distribution als Voraussetzung für jedes Plattformmodell.

Der Wettbewerb findet zukünftig nicht mehr nur zwischen Banken statt, sondern zwischen integrierten digitalen Ökosystemen. Banking wird zur Funktion und nicht mehr zum Geschäftsmodell selbst. Wer das als Bedrohung sieht, hat bereits verloren. Wer es als Chance begreift, hat einen echten Vorsprung.

Genau für diese Komplexität haben wir unseren Payment 360°-Workshop entwickelt. Nicht um noch mehr Trends zu diskutieren, sondern um konkrete Antworten zu finden: Welche Payment-Entwicklungen sind für Ihr Portfolio wirklich relevant? Wie bewerten Sie verschiedene Szenarien und Timelines? Und welche strategischen Handlungsfelder leiten sich daraus ab? Das Format: halbtags, fokussiert auf Ihre Situation, mit Outside-In-Perspektive statt Theorie. Das Ziel: eine klare Einordnung der Marktentwicklungen im Kontext Ihres aktuellen Portfolios und Ambitionsniveaus, damit aus Komplexität eine handlungsfähige Strategie wird.

Jetzt entdecken: Unser Payment 360° Workshop

Dieser Artikel ist erstmalig als Gastbeitrag im Rahmen des Handelsblatt Retail Banking Kongresses und hier einsehbar: Link

Andre Standke

Unser Payment 360° Workshop

Payment steht vor einem massiven Wandel: Zunehmende Regulatorik, KI-Einfluss und neue Infrastrukturen erhöhen die Komplexität und stellen Marktakteure vor neue Herausforderungen. Unter anderem stellen EPI/Wero, digitaler Euro, EUDI Wallet oder PSD3/PSR etablierte Geschäftsmodelle in Frage. In unserem Payment 360°-Workshop analysieren wir gemeinsam, welche Payment-Entwicklungen Ihr Geschäftsmodell konkret betreffen und wo Sie jetzt handeln müssen.

Ganzheitliche Payment-Trendbetrachtung

Unser exklusiver, halbtägiger Payment 360°-Workshop wird individuell auf Ihr Unternehmen und Ihre Herausforderungen zugeschnitten. Wir erkunden gemeinsam die aktuellen Payment-Entwicklungen und analysieren deren Auswirkungen auf Ihr Geschäftsmodell. Unsere Experten führen Sie durch die neuesten Trends und erarbeiten gemeinsam mit Ihnen, wie Sie sich optimal positionieren können.

  • Relevanz statt Theorie: Wir ordnen aktuelle Payment-Entwicklungen wie digitaler Euro, PSD3 und Wero individuell für Ihr Payment-Portfolio ein
  • Tiefe nach Bedarf: Unser modularer Payment-Workshop ermöglicht weitere Vertiefungen in Bereiche wie Profit Booster und Fraud Management – je nach Ihrem Bedarf.
  • Konkrete Schritte: Gemeinsam erarbeiten wir strategische Handlungsfelder als Basis für Ihre strategische Roadmap
  1. Vorgespräch zur Klärung der strategischen Zielrichtung, individuelle Vorauswahl von Trends und weiterer Fokusthemen
  2. Impulsvortrag zu aktuellen Payment-Trends und Entwicklungen von unseren Experten – maßgeschneidert auf Ihre Fokusthemen
  3. Gemeinsame Einordnung relevanter Entwicklungen im Kontext Ihrer Payment-Strategie und Portfolioausrichtung
  4. Ableitung strategischer Handlungsfelder mit klarer Stoßrichtung und konkreten Handlungsempfehlungen

Wir freuen uns, Sie bei der Ausgestaltung des Payments von morgen zu unterstützen und Sie dafür zukunftsfähig zu machen.

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Verification of Payee – und jetzt?

Seit Oktober 2025 ist VoP in ganz Europa verpflichtend. Viele Unternehmen nutzen das temporäre Opt-Out – mit Risiken einer Haftungsverschiebung. Allerdings bietet VoP Optimierungschancen und höhere Sicherheit für Geschäftsprozesse. Um diese Chancen zu nutzen, ist ein klarer Strategie- und Umsetzungsfahrplan entscheidend.

Nicht sicher, was zu tun ist? Unser halbtägiger Workshop verschafft Ihnen Klarheit und einen praktischen Fahrplan, der sofort umgesetzt werden kann. In nur 4 Stunden gelangen Sie von Unsicherheit zu einem strukturierten Vorgehen für die VoP-Implementierung.

Ihre Vorteile durch VoP

  • Verbessern Sie die Datenqualität Ihrer Dienstleister durch Prüfung der Gläubiger-IBAN und die Verifizierung neuer Gläubiger – auch außerhalb des eigentlichen Zahlungsflusses
  • Verbessern Sie die Qualität Ihrer SEPA-Mandate, um Einzugsprozesse abzusichern
  • Erhöhen Sie die Prozesseffizienz durch die frühzeitige Erkennung von Dateninkonsistenzen und Vermeidung von aufwändigen manuellen Überprüfungen und Korrekturen
  • Verbessern Sie Ihre Betrugsprävention durch VoP-Prüfungen bei der Zahlungsvorbereitung und -ausführung mit hohen Transaktions-beträgen oder erhöhtem Risiko
  • Verbessern Sie Ihre Kunden-Onboarding- und KYC-Prozesse, indem VoP als zusätzliche Prüfung beim Onboarding genutzt wird, um korrekte und verifizierte Kundendaten sicherzustellen

Workshop-Themen (4–5 Stunden)

  • Verstehen der regulatorischen Vorschriften und Verpflichtungen gemäß VoP, einschließlich der aktuellen Durchführungsbestimmungen
  • Erfahren Sie mehr über die spezifischen Chancen und Vorteile, die sich aus VoP für Ihr Unternehmen ergeben
  • Durchführung eines Readiness Assessment, einschließlich Datenaufbereitung und -nutzung, interner Systeme, externer Abhängigkeiten, Prozessorganisation, Schulungs- und Kommunikationsstrategie
  • Entwurf eines Implementierungsfahrplans und Definition nächster Schritte

Mit jahrzehntelanger Erfahrung im Zahlungsverkehr und methodischer Exzellenz sind wir Ihr verlässlicher Partner für Verification of Payee.

Interessiert? Kontaktieren Sie uns gern:

Eike Maybaum

Simon Zapp

Oder hinterlassen Sie einfach Ihre Kontaktdaten und laden Sie den Workshop-Teaser hier herunterladen:

Das Digitaler Euro Update

Der digitale Euro wird den europäischen Zahlungsverkehr grundlegend verändern. Für Banken und Zahlungsdienstleister bedeutet das: Jetzt ist der passende Zeitpunkt, sich strategisch auf die kommenden Veränderungen vorzubereiten. In unserem Teaser beleuchten wir die wesentlichen Eckpunkte des Vorhabens der Europäischen Kommission, skizzieren die strategischen Herausforderungen für Finanzinstitute und zeigen, wie Banken eine erfolgreiche Implementierung des digitalen Euro gelingen kann.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat angekündigt, im Oktober 2025 und somit nach Abschluss der zweijährigen Vorbereitungsphase über die Einführung des digitalen Euros zu entscheiden. Obwohl ein konkretes Startdatum noch aussteht, sollten Banken und Finanzdienstleister die möglichen Auswirkungen einer Implementierung, die laut EZB bereits 2028 erfolgen könnte, nicht unterschätzen.

Als gesetzliches Zahlungsmittel wird der digitale Euro alternativlos verpflichtend anzubieten sein und das sowohl im Issuing als auch im Acquiring. Abwarten oder Zögern ist somit keine zu empfehlende Strategie. In unserem Teaser zeigen wir auf, warum sich Banken jetzt auf den digitalen Euro vorbereiten müssen und welche strategischen Positionierungen mit Blick auf die bestehende Payment Strategie sinnvoll sind.

Gesetzgebung zum digitalen Euro

Die Einführung des digitalen Euros wird für Banken mit deutlich höheren Aufwendungen verbunden sein als für die Einführung sonstiger Zahlungsverkehrsprodukte aus den vergangenen Jahren. Wie bei den internationalen Kreditkarten Schemes wie Visa und Mastercard oder Wero, dem Produkt der European Payments Initiative, wird die Implementierung und der Betrieb des digitalen Euros einem umfangreichen Rulebook unterliegen.

Hinzu kommt eine technische Infrastruktur, die für alle am digitalen Euro teilnehmenden Institute ein Novum sein wird: der Transfer von Euro in digitalen Euro und vice versa. Darüber hinaus müssen separate digitale Euro Konten geführt werden, wodurch der Verwaltungsaufwand merkbar steigen wird.

Dass sich Banken diese Leistungen unmittelbar durch ihre Endkunden bezahlen lassen ist jedoch ausgeschlossen. Von der Europäischen Kommission bezeichnete „Basisdienstleistungen“ müssen kostenfrei angeboten werden. Darunter fallen neben der bereits erwähnten Kontoführung und dem Transfer von Euro zu digitalen Euro auch die Abwicklung von digitaler Euro Transaktionen. Auch die Ausgabe physischer Karten, um eine Ausgrenzung nicht digital-affiner Personen zu verhindern, ist Bestandteil des Verordnungsvorschlags der Europäischen Kommission.

Natürlich muss der Gesetzgeber für die ökonomische Attraktivität des digitalen Euro für alle Marktteilnehmer sorgen. Diese wird jedoch stark durch die Regulierung beeinflusst. Für E-Commerce- sowie POS-Transaktionen werden folgende transaktionsbasierte Erlöse erzielt:

  • Erlöse auf Issuer-Seite (Bank): Diese speisen sich primär aus der Inter-PSP-Fee – einer Ad-valorem-Gebühr, die der Acquirer der Kundenbank entrichtet (vergleichbar mit der Interchange Fee). Diese Gebühr soll analog zur Interchange Fee durch die EZB reguliert werden.
  • Erlöse auf Acquirer-Seite: Hier werden die Einnahmen primär durch die Merchant Service Charge (MSC) erzielt – einer Ad-valorem-Gebühr, die Händler an ihre Acquirer zahlen. Anders als bei heutigen Bezahlverfahren wird die Höhe der MSC hier ebenfalls reguliert.

Die regulierte Natur von Inter-PSP-Fee und Merchant Service Charge birgt das Risiko eines „Race to the bottom“, was langfristig zu einem spürbaren Margendruck und sinkenden Transaktionserlösen auf Banken- und Acquirer-Seite führen kann.

Weitere Informationen zu den Kosten und Erlösen des digitalen Euro, mit Fokus auf die Implikationen für Banken, finden Sie in unserem Teaser.

Das erfahren Sie außerdem in unserem Teaser:

  • Die wichtigsten Punkte der Gesetzgebung und der Implikationen für Banken
  • Die Auswirkungen des digitalen Euro auf die Zahlungserlöse für Issuer sowie ausgewählte Handlungsoptionen
  • Wie ein illustrativer Business Case für Issuer aussehen kann
  • Wie sich Banken positionieren können und welchen Nutzen die Positionierung hat
  • Wie ein Strategie- und Implementierungsprojekt für Banken gestaltet werden könnte

Durch eine zu späte Vorbereitung auf den digitalen Euro riskieren Issuer und Acquirer die Nichteinhaltung gesetzlicher Vorschriften, Kannibalisierungseffekte durch eine unangepasste Payment Strategie sowie das Risiko, vom Wettbewerb abgehängt zu werden.

Da Banken und Acquirern die Entscheidung zur Implementierung des digitalen Euro durch die verpflichtende Teilnahme abgenommen wird, sollten sie bereits heute definieren, welchen strategischen Ansatz sie verfolgen werden. Wir gehen auf die relevanten Kriterien ein, die Banken für die Evaluation ihrer individuellen digitalen Euro Strategie prüfen und gewichten müssen. Dabei gilt es unter anderem Punkte wie Kostenführerschaft, Kundenzentrierung oder Time-to-Market strategisch zu berücksichtigen.

Jetzt ist der Zeitpunkt für die strategische Weichenstellung. Gerne stehen wir Ihnen für einen ersten Austausch zur Verfügung.

Jens Hegeler

Dr. Carlos Nasher

David Skrobski

FiDA vor der Entscheidung

Mit FiDA (Financial Data Access) steht die EU vor einem entscheidenden Schritt: vom Open Banking hin zu Open Finance. Das neue Rahmenwerk soll Verbrauchern und Unternehmen mehr Kontrolle über ihre Finanzdaten verschaffen und zugleich Innovation im Finanzsektor vorantreiben. Doch es gibt auch Herausforderungen: Datenschutz, faire Wettbewerbsbedingungen und der Umgang mit Big Tech sorgen für kontroverse Debatten. Der Artikel beleuchtet die Chancen und Risiken von FiDA und zeigt, wie Privacy Enhancing Technologies (PETs) zu einem zentralen Instrument werden könnten, um Innovation und Datenschutz in Einklang zu bringen.

FiDA steht für Financial Data Access und markiert den nächsten Schritt der EU in Europas Entwicklung vom Open Banking hin zu einem breit anwendbaren Rahmen für Open Finance. Während sich die Regeln aus Payment Service Directive 2 und 3 (PSD2 bzw. PSD3) primär auf den Zugang zu Zahlungskontodaten konzentrieren, erstreckt sich FiDA praktisch über das gesamte Finanzspektrum: Kredite, Sparanlagen, Investments, Versicherungen, Hypotheken, Renten sowie Krypto-Assets.

Das Kernprinzip von FiDA lautet: Verbraucher und Unternehmen sind Eigentümer ihrer Finanzdaten, die bei verschiedenen Finanzinstituten als Dateninhaber gespeichert sein können. Sie können diese Daten mit ausdrücklicher Zustimmung über ein sogenanntes Financial Data Sharing Scheme mit Dritten, den sogenannten Datennutzern, teilen. Damit Datennutzer auf Verbraucher- und Unternehmensdaten zugreifen können, benötigen sie eine Zulassung als Financial Information Service Provider (FISP). Erst mit dieser FISP-Lizenz ist es ihnen erlaubt, auf die Finanzdaten von Kunden zuzugreifen und das ausschließlich, wenn diese ihre Zustimmung gegeben haben. Das Scheme ermöglicht dabei den standardisierten Datenaustausch in Echtzeit.

Die Zustimmung zum Datenaustausch wird über das Dashboard des jeweiligen Finanzinstituts durch den Kunden erteilt. Der einfache und sichere Datentransfer soll Innovation und Wettbewerb fördern und gleichzeitig die Entwicklung neuer, personalisierter Finanzprodukte sowie maßgeschneiderter Lösungen ermöglichen. Verbraucher erhalten dadurch mehr Kontrolle und größere Wahlmöglichkeiten.

Neu geregelt bei FiDA ist zudem, dass Dateninhaber berechtigt sind, für die Nutzung ihrer Daten eine Gebühr zu erheben. Damit eröffnet sich für sie erstmals die Möglichkeit, durch das Teilen von Daten Erlöse zu erzielen.

Schematische Darstellgung von FiDA

Finanzdaten sind hochsensibel, da ihr Teilen die Privatsphäre direkt berührt, finanzielle Verwundbarkeit verstärken und im Extremfall sogar die physische Sicherheit gefährden kann. Daraus ergeben sich erhebliche Risiken, die bei der Gesetzgebung sorgfältig berücksichtigt werden müssen. Zusätzlich erschwert politischer Widerstand aus einzelnen EU-Mitgliedsländern die Umsetzung, und auch die Finanzindustrie hat bereits Bedenken gegenüber FiDA geäußert.

Die Ausgestaltung von FiDA verlangt daher Fingerspitzengefühl. Es braucht klare Regeln, wo sie notwendig sind, und zugleich die nötige Zurückhaltung, um Innovation nicht zu ersticken. Deshalb stehen Ethik und Datenschutz beim Aufbau von FiDA im Mittelpunkt.

In einem gemeinsamen Positionspapier betonen die niederländische Zentralbank (DNB) und die niederländische Finanzmarktaufsicht (AFM), dass klare und robuste Regeln notwendig sind, um faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Der Datenaustausch sollte nur unter folgenden Bedingungen stattfinden:

  • mit der ausdrücklichen, informierten Zustimmung der Kunden
  • mit klaren Vereinbarungen zu Zweckbindung und Datenminimierung
  • mit Schutzmechanismen gegen Missbrauch und unerwünschtes Profiling

Beide Organisationen weisen darauf hin, dass FiDA ohne starkes Vertrauen bei Verbrauchern keine Chance hat. Dieses Vertrauen entsteht nicht nur durch Gesetze, sondern auch durch technologische Schutzmaßnahmen, welche die Privatsphäre strukturell sichern.

Eine der größten Herausforderungen rund um FiDA ergibt sich aus der Sorge vor übermäßigem Regulierungsdruck. Mehrere Mitgliedstaaten, insbesondere Frankreich, Deutschland und die Niederlande, haben signalisiert, dass sie den Geltungsbereich der Regulierung zurückhaltend bewerten. Befürchtet wird, dass ein zu weit gefasster Rahmen insbesondere für kleinere Marktteilnehmer hohe Compliance-Kosten verursachen könnte. Gleichzeitig sind bislang nur wenige konkrete Marktchancen sichtbar, was die Unsicherheit weiter verstärkt.

Diese reservierte Haltung gegenüber FiDA führt zu Einschränkungen im aktuellen Gesetzentwurf. So heißt es in einem informellen diplomatischen Dokument des Gesetzgebungsverfahren vom 16. Mai 2025:

  • Daten, die älter als zehn Jahre sind, sowie Daten aus beendeten Verträgen sollen vom verpflichtenden Zugriff ausgenommen werden.
  • Der Geltungsbereich soll auf natürliche Personen sowie kleine und mittlere Unternehmen beschränkt werden. Große Unternehmen sind ausdrücklich ausgeschlossen.

Solche Einschränkungen erleichtern zwar die Umsetzung, schmälern aber das Innovationspotenzial von FiDA. Wichtige Datensätze fallen aus dem Blick. Unter anderem für Fintechs, Versicherer und datengetriebene KMU kann das erhebliche Nachteile haben, wie folgende Beispiele zeigen:

  • Kreditinformationsdienste können keine langfristigen Risikomodelle für Hypotheken über 20 bis 30 Jahre entwickeln.
  • Insurtechs fehlen historische Schadendaten, um seltene, aber gravierende Risiken zu modellieren.
  • KMU mit KI-Modellen für Prognosen oder Betrugserkennung verlieren den Zugang zu tiefen Datensätzen, die langfristige Trends sichtbar machen.
  • Anbieter im Bereich Green Finance können keine jahrzehntelangen Energie- oder Investmentmuster analysieren, um Nachhaltigkeit zu bewerten.

Auch Frankreich hat seine diplomatischen Aktivitäten zur Anpassung der Regulierung verstärkt. Hier wird die Sorge geäußert, dass FiDA sich als Trojanisches Pferd für globale Technologiekonzerne erweist. Ein Rahmen, der vorgibt Verbraucher, KMU und Fintechs zu stärken, könnte in der Praxis internationalen Tech-Giganten den Eintritt in Europas Finanzmärkte erleichtern. Deutschland und die Niederlande teilen diese Befürchtung teilweise, wobei in den Niederlanden zusätzlich die Belastung von Banken und Aufsichtsbehörden betont wird.

Diese Sorge befeuert eine weitere Diskussion: Nach aktuellem Vorschlag sollen sogenannte Gatekeeper, wie sie im Digital Markets Act definiert sind, vom Erhalt einer FISP-Lizenz ausgeschlossen werden. Kritisiert wird dabei, dass das Instrument zwar wirksam gegen Big Tech sein könne, gleichzeitig würde es jedoch Innovationen bremsen und die Interessen von Verbrauchern beeinträchtigen.

Die Computer & Communications Industry Association (CCIA) Europe schrieb in einem Brief an die EU-Kommission, dieser Ausschluss:

  • sei nicht verhältnismäßig gerechtfertigt
  • bremse unnötig Innovation
  • nehme Verbrauchern das Recht, selbst zu entscheiden, welchem Anbieter sie ihre Daten anvertrauen

Der Schutz vor Marktdominanz ist legitim. Es bleibt jedoch die Frage, ob ein pauschaler Ausschluss das richtige Mittel ist, insbesondere in einem Markt, der von Vielfalt lebt.

Ein entscheidendes Werkzeug zur Balance zwischen Innovation und Datenschutz sind Privacy Enhancing Technologies, kurz PETs. Diese Technologien ermöglichen es, Daten zu verarbeiten oder zu analysieren, ohne die zugrundeliegenden Informationen offenzulegen. Beispiele sind:

  • Homomorphe Verschlüsselung: Ermöglicht Berechnungen direkt auf verschlüsselten Daten, ohne diese vorher entschlüsseln zu müssen.
  • Secure Multi-Party Computation (SMPC): Mehrere Parteien führen gemeinsam Berechnungen durch, ohne vollständigen Zugriff auf die jeweils anderen Daten zu erhalten.
  • Differential Privacy: Schützt Einzelpersonen, indem Datensätze gezielt mit statistischem Rauschen angereichert werden, um Rückschlüsse zu verhindern.
  • Federated Learning: KI-Modelle werden lokal an der Datenquelle trainiert, sodass die Daten nicht zentral weitergegeben werden müssen.

PETs machen das Kernversprechen von FiDA einlösbar: datengestützte Innovation bei gleichzeitiger Wahrung der Privatsphäre. Sie ermöglichen strikte Datenminimierung, Erkenntnisse ohne Offenlegung von Rohdaten und eine technische Umsetzung der DSGVO-Grundsätze.

Nach Auffassung der niederländischen Zentralbank (DNB) und der Finanzmarktaufsicht (AFM) sollten PETs verpflichtend in Betracht gezogen werden, insbesondere bei hochsensiblen Daten wie Renten- oder Kreditinformationen.

Wo Gesetze klare Grenzen ziehen, schaffen PETs Bausteine, die Risiken mindern, Vertrauen stärken und Entwicklern Freiräume für Kreativität und Wettbewerbsfähigkeit eröffnen.

Die sorgfältige Ausarbeitung der finalen Gesetzgebung zeigt sowohl die Komplexität von FiDA als auch die tiefgreifenden Folgen einer Verabschiedung für die Finanzindustrie. Die Gesetzgebung muss daher einen Balanceakt meistern zwischen:

  • Ambition beim Ausbau von Datenzugang, Innovation und Wettbewerb
  • Vorsicht im Umgang mit sensiblen Daten und Marktmacht
  • Flexibilität bei der Integration künftiger Innovationen, ohne dauerhafte Risiken für Privatsphäre oder Sicherheit zu schaffen

In der Praxis erfordert dies einen kontinuierlichen Dialog zwischen Politik, Aufsicht, Marktteilnehmenden, Verbraucherorganisationen und Technologieanbietern.

FiDA steht an einem entscheidenden Wendepunkt. Die Trilog-Verhandlungen zwischen Kommission, Rat und Parlament sollen in diesem Jahr zu einem finalen Gesetzentwurf führen. Erste Konturen von FiDA zeichnen sich bereits ab, doch viele zentrale Fragen bleiben ungeklärt. Offen ist auch, ob 2025 tatsächlich eine Einigung gelingt und wann FiDA schließlich in der Praxis greift.

Klar ist nur: Das Ergebnis der Verhandlungen wird entscheiden, ob FiDA ein starkes Instrument für Open Finance wird oder ein vorsichtiger Kompromiss bleibt, der bestehende Strukturen absichert.

In Anbetracht der neuen FiDA-Regulierung ist es für Banken, Versicherungen und weitere Dienstleister entscheidend, frühzeitig die Auswirkungen auf Organisation und Geschäftsmodell zu verstehen, um Compliance sicherzustellen und Chancen für neue Geschäftsmöglichkeiten zu nutzen.

Folgende Maßnahmen unterstützen eine strukturierte Auseinandersetzung mit FiDA:

Awareness & Positioning Workshop

Verstehen, welche Auswirkungen FiDA auf Organisation und Geschäftsmodell hat und die strategische Zielsetzung ableiten.

Ideation Session

Neue Geschäftsmöglichkeiten identifizieren, bewerten und erste Umsetzungsideen entwickeln.

Gap Analysis

Analyse der erforderlichen Anpassungen in Compliance, Datenmanagement, IT und Betriebsmodell, um FiDA-konform zu handeln.

Mit diesem Vorgehen gewinnen Banken, Versicherungen und weitere Dienstleister Klarheit über Chancen und Herausforderungen, um FiDA aktiv und vorausschauend nutzen zu können.

Es lohnt sich, sich frühzeitig mit FiDA auseinanderzusetzen, um Chancen für das eigene Unternehmen zu erkennen und rechtzeitig die notwendigen Schritte einzuleiten. Die Experten von Thede Consulting, Teil von Projective Group, begleiten Sie dabei mit Workshops, Analysen und praxisnaher Beratung – individuell abgestimmt auf Ihre Organisation.

FiDA ist Bestandteil unseres neuen Workshops „NextGen Payments: Revolution oder Evolution bis 2030?“. Hier zeigen wir Ihnen in einem maßgeschneiderten Workshop wie sich die Zukunftstreiber Digitalisierung, Regulation und Cyber Security auf Ihre Geschäftsmodelle auswirken und erarbeiten gemeinsam individuelle Lösungsansätze. Mehr Informationen finden Sie hier.

Eike Maybaum

Philipp Widua

Payment & Banking Podcast: Die Zukunft des Payments

Kaum eine Branche hat sich in den letzten Jahren so rasant gewandelt wie das Payment-Ökosystem. Was einst als einfach Überweisung von A nach B galt, ist heute ein komplexes Zusammenspiel aus Technologien, Regulierungen und Kundenbedürfnissen. Unser Managing Partner Dr. Carlos Nasher war zu Gast beim Payment & Banking Podcast und hat gemeinsam mit der Moderatorin Nicole Nitsche einen Blick auf die Entwicklungen und Trends im Payment geworfen.

Echtzeitüberweisungen, Embedded Finance, künstliche Intelligenz und digitale Identitäten sind nur einige der aktuellen Game-Changer, die den Markt massiv beeinflussen. Im Gespräch mit Payment & Banking beleuchtet Dr. Carlos Nasher die Herausforderungen und Chancen in einer VUKA-Welt – geprägt von Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität. Der Podcast liefert spannende Einblicke zu Fragen wie:

  • Wie verändern digitale Identitäten, eIDAS 2.0 und Data Analytics die Customer Experience langfristig?
  • Ist der digitale Euro Hoffnungsträger oder bleibt er ein Parallelangebot?
  • Wer gibt beim Thema Embedded Finance wirklich den Takt vor?
  • Welche regulatorischen „blinden Flecken“ bestehen bei Themen wie Cyber Security und KI?

🎧 Jetzt reinhören: Den vollständigen Podcast gibt es hier.

Die Diskussion zeigt deutlich: In einer Branche, die sich schneller wandelt als viele andere, brauchen Unternehmen Klarheit und Orientierung. Nicht nur in der Technologiefrage, sondern auch im Umgang mit neuen Rollenverteilungen, Kundenerwartungen und regulatorischem Druck.

Wir begleiten unsere Kunden auf diesem Weg – mit Strategie, Expertise und einem klaren Blick in die Payment-Welt. Sprechen Sie uns gerne an – wir machen Sie und Ihr Unternehmen zukunftssicher.

Wenn Sie tiefer in das Thema einsteigen möchten, finden Sie die behandelten Themen – von Embedded Finance über den digitalen Euro bis hin zu KI und Regulierung – ausführlich analysiert in unserem aktuellen Whitepaper “Payments im Wandel“ zum Nachlesen.

Dr. Carlos Nasher

Die Zukunft des Bankings: Open Finance 2030

Die Trends im Open Banking und Open Finance lösen zunehmend das traditionelle Banking ab. Durch die Öffnung der Bankensysteme und den Einfluss neuer regulatorischer Vorschriften wie PSD3/PSR und potenziell auch FIDA wird ein vertrauenswürdiges Umfeld geschaffen, das digitale Lösungen und schlanke Prozesse fördert. Kunden verlangen zunehmend nach digitalen Innovationen und personalisierten Dienstleistungen, Open Finance bietet hier ein erhebliches Potenzial.

Stand 2025 haben sich drei zentrale Anwendungsfälle für APIs im Payment- und Banking-Bereich etabliert:

  • Kontowechselservices
  • Integration von Bankleistungen in Drittangebote und
  • API-basierte Zahlungsabwicklung.

Doch das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft. Mit Embedded Finance wird eine funktionale und geschäftsmodell-spezifische Weiterentwicklung des Banking-Angebots ermöglicht. Gleichzeitig verstärken innovative FinTechs den Wettbewerb für traditionelle Banken auf dem deutschen Markt.

Neue regulatorische Vorschriften, der Einsatz von APIs und die Möglichkeit zur erweiterten Datenanalyse werden die Branche weiter transformieren. Dabei bleibt die Sicherheit sensibler Kunden- und Finanzdaten ein zentrales Anliegen. Wir blicken in die Zukunft und fragen uns: Wie wird das Finanzdienstleistungsangebot im Jahr 2030 aussehen? Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sollten Banken und Finanzdienstleister jetzt handeln.

Erfahren Sie in unserem Whitepaper (unten zum Download verfügbar) mehr über die spannenden Möglichkeiten, die APIs und Open Finance für die Finanzwelt bereithalten, und wie Sie von diesen Entwicklungen profitieren können. Wir geben Ihnen wertvolle Handlungsempfehlungen für die Zukunft.

Sie haben weitere Fragen zur Entwicklung von Open Banking/Finance und die Auswirkungen für ihr Unternehmen? Lassen Sie uns in den gemeinsamen Austausch gehen. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Dr. Carlos Nasher

Hauke Peters

Lina Schramm